Im September 2022 habe ich 11 Nächte im Ensana Thermal Margaret Island verbracht und was ich dort erlebt habe, schildere ich Euch hier – nicht alles war gut, aber es war auch nicht alles schlecht.

Die Lage:

Gut und schlecht zugleich. Das Hotel befindet sich auf der Margareteninsel und somit seid Ihr natürlich ein wenig außerhalb. Aber: die Insel ist schön. Für Jogger wie mich ist es natürlich prima, dass es hier eine Jogging-Strecke mit einer Länge von 5,1 Kilometer gibt – inkl. Tartan-Bahn rund um die Insel. Autos dürfen maximal auf den Parkplatz am Hotel fahren – sonst sind diese auf der Insel verboten. Ihr könnt Euch am Hotel Shopper-Roller leihen… damit kommt Ihr prima um die Insel rum. Auf der Insel könnt Ihr u.a. auch Elektro-oder auch Tretfahrzeige leihen, mit denen Ihr um die Insel fahren könnt. Des Weiteren gibt es auf der Insel den Japanischen Garten (sehr schön), musikalische Fontänen, ein Freiluft-Kino, ein Schwimmbad, die Hippie-Bar (??) ein Outdoor-Fitnessbereich… och ja… hier kann man es definitiv aushalten. ABER: man kommt hier auch schlecht weg. Klar, es fährt ein Bus… Ihr könnt Euch ein Taxi nehmen (VORSICHT!! In der Nacht verlangt man gerne mal den doppelten Preis!!)… Ihr könnt auch zu Fuß gehen (bis zum WestEnd-Citycenter sind es zu Fuß ca. 1 Stündchen), aber Ihr seid hier wirklich einigermaßen weit draußen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es (fast) gleich auf der anderen Seite der Brücke… das sind zu Fuß ca. 20 Minuten. Für mich war das grundsätzlich kein Problem, aber ich kann mir vorstellen, dass die Lage nicht jedem schmeckt.

Die Rezeption:

Überall im Hotel hatte ich den gleichen Eindruck – gerät man an die richtigen Leute, dann läuft auch alles richtig. Gerät man an die falschen Personen, schüttelt man oftmals mit dem Kopf. Das Einchecken verlief eigentlich halbwegs sympathisch. Na gut… die Karte für die Zimmertür funktionierte nicht – geschenkt. Ich bekam ohne großartige Diskussionen eine Neue, mit der ich dann auch endlich das Zimmer betreten konnte. Bei meinem folgenden Besuchen an der Rezeption lief es etwas holprig. Einige meiner Sportklamotten wollte ich zwischendurch in die Reinigung geben. Der Hotel-Info konnte ich entnehmen, dass die Wäscherei nur Sonntags und an Feiertagen geschlossen hat. Meine kühne Idee war daher, diese am Samstag und somit ziemlich in der Mitte meines Urlaubs der Wäscherei zu übergeben. Eher Schroff wurde mir mitgeteilt, dass die Wäscherei Samstags nicht zur Verfügung stehen würde. Aha… okay. Nächster Versuch war dann am Montag morgen. Mit Verwunderung nahm man meine Bitte entgegen… und jetzt ging es los. Natürlich hatte ich meine Klamotten in MEINER Tüte dabei – niemand sagte mir, dass das eine Tüte des Hotels sein musste. Okay… “dann hätte ich gern eine Tüte des Hotels”… und wieder “so können wir das nicht entgegennehmen”… und ich wieder “ja, dann gebt mir doch eine Tüte”… und eine ganze Zeit lang wollte man meine Bitte nicht verstehen. Irgendwann bekam ich dann Info, was alles nötig wäre, um meine Klamotten waschen zu lassen. Gut, das hätte man mir auch am Samstag schon sagen können… aber nun gut…!! Gleichzeitig hatte ich ebenfalls den Wunsch, schon mal das Zimmer bezahlen zu dürfen. Auch das sorgte für Diskussionen… meine Güte…!! Und lustig wurde es, als ich den Wäsche-Service bezahlen wollte…! Die entsprechende Rechnung war tagelang nicht aufzutreiben… aha!!! Erst als ich darauf hinwies, dass ich am nächsten Tag abreisen würde, kümmerte man sich um die Geschichte. Das war schon schräg…!!!

Das Zimmer bzw. die Zimmerreinigung:

Das Zimmer war absolut okay. Gut, die Matratzen waren etwas weich und so gar nix für meinen Rücken. ABER: ich habe auch nix gesagt – also darf ich mich hier auch nicht beschweren. Der Fernseher bot auch deutsche Programme an (ARD, ZDF, 3SAT, ProSieben, Sat1), der Schrank bot genug Möglichkeiten, seine Klamotten unterzubringen, ein Kühlschrank stand zur Verfügung, das Bad war auch okay – hier gab es eigentlich nix zu meckern. Auch einen Balkon hatte ich – wunderbar. Nur war die Reinigung interessant. Manchmal gar nicht, manchmal gab es nur Handtücher, die Betten wurden so gemacht, wie ich das mit 6 Jahren zelebrierte… auch hier kratzte ich mich so manches Mal am Kopf. Erst als ich jeden Tag ein paar Forinth hinlegte, wurde es besser. Gelegentlich wurden halbvolle Wasserflaschen von mir mit entsorgt… das fand ich nicht so prickelnd. Hätte ich diese zurück in den Kühlschrank stellen sollen??

Frühstück / Abendessen:

Das Frühstück war durch meine Buchung inklusive – und es gab jeden Tag ein riesengroßes Buffet. Es gab frische Omelett`s, Rühreier, Speck, Würstchen, verschiedene Brotsorten, Wurst, Marmelade, Obst, Joghurts… ich denke, hier wurde jeder satt. Dazu einen Saft- und vier Kaffeeautomaten. Es blieben eigentlich keine Wünsche offen. Etwas fragwürdig war die Freundlichkeit des Personals. Nur selten hat man mal ein “Hello/Good morning” oder “Enjoy your breakfast” gehört. So etwas finde ich immer schade. Mit den Damen und Herren, die einen morgens in Empfang genommen haben, konnte man hier und da ein Wort wechseln – sogar in deutsch, aber das war tatsächlich die Ausnahme.

Das Abendbuffet konnte man gegen entsprechendes Entgelt ebenfalls genießen… ich habe es einmal genutzt. Auch hier war genügend Auswahl vorhanden. Die Getränke werden nach Bestellung am Platz serviert und sind ebenfalls kostenpflichtig. Bezahlt wird beim Verlassen des Raumes.

Die Bar:

Hier konnte man à la carte essen, Kaffee und Kuchen genießen und kalte Getränke zu sich nehmen. Und auch hier wechselten sich Licht und Schatten fröhlich ab. War das richtige Personal da, lief alles richtig… bei den nicht so richtigen Leuten gab es defintiv negative Schwingungen. Es gab Abende, da stand das Bierchen schon da, noch bevor ich überhaupt Platz genommen habe… und es kamen weitere, ohne überhaupt was gesagt zu haben. Prima – so etwas weiß ich zu schätzen. Aber es gab auch Abende, da lief überhaupt nix. Ich weiß es noch wie heute… es lief das Halbfinale der Basketball-EM zwischen Deutschenland und Spanien. Es stand 27:24 für Spanien, als ich Platz genommen habe. Das erste Mal zu meinem Tisch kam jemand, als es 61:60 für uns stand. Ohne Karte o.ä…. unfreundlicher Ton… ich war ehrlich gesagt ein wenig sprachlos. Und mir soll keiner sagen, dass man mich nicht gesehen hätte… denn ich sollte zwischenzeitlich schon 3 x das Essen von anderen bekommen… und die Bar war nicht übervoll…!!! Wie schon oben erwähnt: waren die richtigen Leute am richtigen Platz, lief auch alles richtig.

Das Thermal-Bad:

Hier war ich eigentlich jeden Tag… das ist schon nett, wenn so etwas im Hotel zur Verfügung steht. Im 38 Grad warmen Wasser konnte ich mich stundenlang aufhalten, obwohl ich natürlich weiß, dass man das nicht tun soll. Es gibt auch ein Schwimmbecken mit 26 Grad, um ein paar Bahnen schwimmen zu könne sowie zwei weitere Becken mit Wassertemperaturen von 34 – 36 Grad inkl. Whirlpool. Aber auch hier: so manche Person am Empfang konnte weder lächeln oder “Hallo” sagen. Und es gab immer bad vibes, wenn ich einen Schrank haben wollte. Oh man… das wurde dort scheinbar immer als Beleidigung aufgefasst… und manchmal auch gefragt, wozu ich denn einen Schrank bräuchte. Ich weiß ja auch nicht… vielleicht wollte ich nicht mit nassen Badehöschen durchs Hotel laufen, aber das ist eine andere Geschichte. Fairerweise muss hier gesagt werden, das man vom Hotel zwei Bademäntel und Schlappen bekam… auch, um zum Thermal-Bad zu gehen. Da gab es natürlich viele, die gleich mit Badeklamotten und Bademantel gleich durch zum Thermal-Bad gegangen sind… und natürlich auch wieder zurück… ich persönlich wollte mir wenigstens eine trockene Shorts anziehen, die ich im Schrank deponieren wollte, aber auch das sorgte für Verwunderung. Man muss dazu sagen, dass das Thermal-Bad auch für Nicht-Hotelgäste gegen Bezahlung zur Verfügung steht. Der Bademantel ist sozusagen die kostenlose Eintrittskarte für Hotelgäste. Ich kam einmal in Zivil… und sollte gleich bezahlen… in einer sehr interessanten Tonalität. Wie ich oben schon mal erwähnte: waren die richtigen Leute am richtigen Platz, war alles Tutti… waren es die falschen, ging es auch in die falsche Richtung. Manchmal sah ich die Dame vom Tresen anschließend an der Rezeption im Hotel… und wenn Blicke töten könnten, würde ich jetzt nicht diese Zusammenfassung schreiben können.

Es gibt im Thermal-Bad auch weitere nette Sachen wie eine Infrarot-Sauna – diese habe ich jedoch nicht genutzt und kann daher wenig dazu sagen.

Der Fitness-Raum:

Auch den Fitness-Raum habe ich täglich genutzt. Dieser ist ausreichend ausgestattet… es gibt sogar eine Tischtennis-Platte. Für mich war toll, dass es einen Stairmaster gab… 45 Minuten auf so einem Teil und ich bin patschenass. Aber so muss es ja auch sein.

Fazit:

Für einen ruhigen Urlaub inkl. Wellness und Fitness ist das Hotel absolut richtig. Möchtet Ihr abends die Gegend unsicher machen, ist es evtl. das Falsche.

Zur Hotelbuchung:

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